No network, no job? – Paneldiskussion an der «Langen Nacht der Karriere»

No network, no job? – Paneldiskussion an der «Langen Nacht der Karriere»

Fri Nov 11 15:09:14 CET 2016

Wie wichtig ist es eigentlich, das berühmt-berüchtigte «Netzwerk»?  Sollte es eher digital oder persönlich sein? Und wie können junge Universitäts-Absolventinnen und -Absolventen ein Netzwerk aufbauen? – Ein Panel von CEOs und Führungskräften aus verschiedensten Branchen diskutierte das Thema gestern an der «Langen Nacht der Karriere» an der Universität Bern.

 

Einig waren sich alle: ein Netzwerk inner- und ausserhalb der eigenen Branche ist zentral, will man sich positionieren auf dem Arbeitsmarkt.  Denn das Netzwerk hilft beispielsweise dabei, sich selbst zu positionieren, neue Perspektiven zu gewinnen, interessante Job-Angebote zu bekommen und gezielt Informationen zu sammeln oder Unterstützung zu erhalten.  Auch Studierende sollten bereits damit beginnen, sich ein Netzwerk aufzubauen.

 

Ein Netzwerk aufbauen

Doch ganz so einfach scheint es nicht, als junger Mensch ein Netzwerk zu bilden.  Natürlich hat man Freunde aus der Uni, dem Sportverein oder anderen Kreisen, doch wie kommt man erfahrene Berufsleute heran?  – Ein Weg ist die Alumni-Vereinigung der eigenen Universität, in der Mitglieder aus verschiedenen Jahrgängen zusammenkommen.  Ein anderer Weg ist die eigene Neugier. «Findet heraus, was euch interessiert und wer in eurem Interessensbereich führend ist», empfiehlt beispielsweise Petra Joerg, CEO von Rochester-Bern Executive Programs.  «Und dann versucht, mit diesen Leuten in Kontakt zu kommen».  Dazu brauche es etwas Mut, aber «ihr werdet sehen, dass sich die meisten Führungskräfte freuen, wenn ihr sie ansprecht!»

 

Digital oder persönlich?

Der persönliche Kontakt ist zentral, wenn es darum geht, ein Netzwerk aufzubauen, am Leben zu erhalten und stetig zu erweitern – auch hier stimmten die Panel-Teilnehmenden überein.  Digitale professionelle Plattformen wie Xing oder LinkedIn dienten eher dazu, die Kontakte zusammenzuhalten, alte Freunde wieder zu finden oder kurze Nachrichten auszutauschen.  Eine immer bedeutendere Rolle spielen sie beim Recruitment von Firmen.  Oftmals wird der «digitale Footprint» von Bewerbern geprüft, bevor zum Interview eingeladen wird. Damit man sich dabei nicht selbst ein Bein stellt, ist es wichtig, die Plattformen gezielt mit Informationen zu versehen und auch zu überlegen, mit wem man sich vernetzt.

 

Fazit

Private und berufliche Netzwerke helfen in einer komplexen, schnellen und vernetzten Welt.  Es lohnt sich daher, sie persönlich und digital aufzubauen un