{"id":9227,"date":"2023-08-03T11:47:21","date_gmt":"2023-08-03T11:47:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rochester-bern.ch\/?p=9227"},"modified":"2025-02-19T12:04:41","modified_gmt":"2025-02-19T12:04:41","slug":"gewappnet-fuer-den-fachkraeftemangel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rochester-bern.ch\/de\/blog\/gewappnet-fuer-den-fachkraeftemangel\/","title":{"rendered":"Mit New Work f\u00fcr den Fachkr\u00e4ftemangel gewappnet"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_section_transparent\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module_inner\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_section_transparent\" >\n            <div >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module_inner\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_column et_pb_column_1_1 s12 col bg--white et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text text__wrapper block__wrapper  et_pb_wly_text_0\n            mobile-- tablet--off desktop--off\"\n     id=\"\">\n    <div class=\"container\">\n        <div class=\"row\">\n            <div class=\"col s12 l10 xl8  offset-l1 offset-xl2 \">\n                                    <p>New Work liegt im Trend, auch wenn das Konzept schon \u00e4lter ist. \u00abNew Work geht zur\u00fcck auf die 80er Jahre und ist ein Sammelbegriff f\u00fcr Ver\u00e4nderungen, die in der Arbeitswelt stattfinden\u00bb, sagt Stefanie Schumacher, Dozentin f\u00fcr New Work an der UniBern und bei <a href=\"https:\/\/www.rochester-bern.ch\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rochester-Bern<\/a>. Mehrere Treiber bewirken, dass New Work in den letzten Jahren an Aufwind gewonnen hat: Zum einen f\u00fchrt die Digitalisierung dazu, dass Arbeiten von \u00fcberall aus m\u00f6glich ist. Zum anderen gibt es einen Wertewandel im Rahmen der nachr\u00fcckenden Generation, der Unternehmen ebenfalls dazu bringt, ihre Arbeitsweise zu hinterfragen. \u00abIn der heutigen VUCA-Welt kommt die typische traditionell hierarchisch aufgebaute Organisation an ihre Grenzen. Sie ist nicht mehr schnell und flexibel genug\u00bb, so Schumacher. Jedes Unternehmen sollte sich deshalb mit New Work auseinandersetzen, insbesondere auch im Rahmen des Fachkr\u00e4ftemangels.<\/p>\n<h2>Fachkr\u00e4ftemangel verst\u00e4rkt New Work<\/h2>\n<p>Der Fachkr\u00e4ftemangel verst\u00e4rkt den Trend zu New Work aus mehreren Gr\u00fcnden: Erstens ist New Work ein wichtiges Mittel f\u00fcr Arbeitgeber, um f\u00fcr gute Arbeitskr\u00e4fte attraktiv zu bleiben. Schliesslich k\u00f6nnen Mitarbeitenden bessere Bedingungen leichter einfordern, wenn sie schnell einen anderen Arbeitgeber finden w\u00fcrden. Zweitens kann durch New Work \u2013 insbesondere durch hybrides Arbeiten \u2013 ein gr\u00f6sserer Pool an Fachkr\u00e4ften erreicht werden. \u00abDurch das hybride Arbeiten steht einer Kooperation \u00fcber die Landesgrenzen hinaus nichts mehr im Wege\u00bb, sagt Tatjana Zbinden, Verwaltungs- und Stiftungsr\u00e4tin; externe Dozentin &#038; Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Aluan AG sowie Gastrednerin bei <a href=\"https:\/\/www.rochester-bern.ch\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rochester-Bern<\/a>. Eine weitere Motivation f\u00fcr Unternehmen, um sich modern und mit der entsprechenden Infrastruktur aufzustellen.<\/p>\n<p>Die Machtverh\u00e4ltnisse zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern haben sich ver\u00e4ndert: Nun m\u00fcssen sich die Arbeitgebenden genau so um die Mitarbeitenden bem\u00fchen, wie sich fr\u00fcher Arbeitnehmer f\u00fcr einen Job eingesetzt haben. \u00abWir sollten schauen, dass wir nicht vom einem Extrem ins andere fallen\u00bb, sagt Barbara Josef, Co-Founder von 5to9 AG und Alumna des <a href=\"https:\/\/www.rochester-bern.ch\/de\/programs\/cas-verwaltungsrat\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CAS Verwaltungsrats von Rochester-Bern<\/a>. Es w\u00e4re nicht zielf\u00fchrend, wenn ein Unternehmen aus einer Verzweiflung heraus Massnahmen ergreift, um Mitarbeitende zu gewinnen, die \u00fcberhaupt nicht zum Unternehmen passen. \u00abNew Work sollte ein Aushandeln zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sein. Die Massnahmen m\u00fcssen immer einen Mehrwert f\u00fcr beide generieren\u00bb, so Josef. Auch Schumacher unterst\u00fctzt diese Aussage: \u00abDie New Work Massnahmen eines jeden Unternehmen sollten zur DNA und den Werten des Unternehmens passen, sonst sind sie sinnlos\u00bb.<\/p>\n<h2>Die richtige Art zu Arbeiten \u2013 F\u00fcr jedes Unternehmen anders<\/h2>\n<p>\u00abEs gibt keinen Blue Print von New Work. Jedes Unternehmen muss seinen eigenen Weg gehen\u00bb, sagt Schumacher. Schliesslich w\u00e4re es auch zu einfach, wenn F\u00fchrungskr\u00e4fte New Work googeln und gem\u00e4ss einem 1 zu 1 Plan umsetzen k\u00f6nnten. Die neue Art wie wir arbeiten muss in einem Dialog definiert werden. Unternehmen sollten f\u00fcr sich herausfinden, was zu ihnen passt und was bei ihnen n\u00f6tig und m\u00f6glich ist. Um den richtigen Weg zu finden, hilft es, wenn Unternehmen sich von anderen Firmen inspirieren lassen oder auch Weiterbildungsprogramme nutzen. Es gibt aber auch ein paar Grunds\u00e4tze sowie Tipps und Tricks, die f\u00fcr alle gelten:<\/p>\n<p>New Work ist kein Chaos \u2013 im Gegenteil: Es sind klar geregelte Rahmenbedingungen, innerhalb denen die Leute frei sind. \u00abDen Rahmen k\u00f6nnen F\u00fchrungskr\u00e4fte mit dem Team diskutieren\u00bb, sagt Zbinden. Und f\u00fcgt hinzu, dass F\u00fchrungskr\u00e4fte oft erstaunt sind, wie gut die Vorschl\u00e4ge der Mitarbeitenden daherkommen. Meist sind sie sehr \u00e4hnlich wie das, was auch der oder die Vorgesetzte angeboten h\u00e4tte. \u00abAn welchen Meetings m\u00fcssen die Leute physisch pr\u00e4sent sein? Wie schnell muss eine Person auf eine E-Mail antworten? Wann muss ich erreichbar sein? Die Grundlagen der Zusammenarbeiten sollten geregelt sein, so werden Unsicherheiten vermieden und das Arbeiten ist f\u00fcr alle angenehmer\u00bb, so Zbinden.<\/p>\n<p>\u00abHaben Sie den Mut, Dinge zu hinterfragen, die traditionell als gegeben angesehen werden\u00bb, sagt Schumacher. Bei New Work kann und soll die Art, wie wir arbeiten, grundlegend ver\u00e4ndert werden, auch wenn gewisse Dinge erstmals unm\u00f6glich erscheinen. Eine B\u00e4ckerei habe es beispielsweise geschafft, durch neue Brotsorten, angepasste Arbeitsabl\u00e4ufe und moderne Technologien, ihren Betrieb so umzustellen, dass keine Fr\u00fchschichten mehr n\u00f6tig sind. Dadurch findet die B\u00e4ckerei wieder mehr junge Arbeitskr\u00e4fte, denn die Fr\u00fchschichten waren eines der Elemente, die junge Menschen davor abgeschreckt hatten, diesen Beruf anzugehen. Dies erkl\u00e4rt Schumacher und veranschaulicht dadurch, was \u00abArbeit neu denken\u00bb wirklich bedeutet.<\/p>\n<p>Ein weiterer Aspekt besteht darin, bei New Work niemanden auszulassen. \u00abAktuell liegt der Fokus sehr stark auf der Wissensarbeit, aber New Work sollte f\u00fcr alle sein\u00bb, sagt Josef. Die meisten Studien, Berichte und Informationen zu der neuen Art wie wir arbeiten behandeln aktuell noch B\u00fcrojobs, aber auch Leute aus anderen Berufen sollten davon profitieren. Langsam beginnen Unternehmen in dieser Hinsicht kreativ zu werden. Das Spital B\u00fcllach hat z.B. ein neues Arbeitsmodell eingef\u00fchrt, welches auch in Pflegeberufen ein h\u00f6heres Mass an Flexibilit\u00e4t erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Schlussendlich ein sehr konkreter Hinweis: Um das Personal im Unternehmen zu halten, ist es wichtig, dass F\u00fchrungskr\u00e4fte sich das Stresslevel der Mitarbeitenden anschauen. \u00abIn der Schweiz ist das Stresslevel sehr hoch. Gem\u00e4ss einer Studie von travailsuisse von 2022 wollen \u00fcber eine halbe Million Besch\u00e4ftigte in der Schweiz aufgrund von Stress ihre Stelle wechseln\u00bb, sagt Schumacher. Als Unternehmen ist es daher durchaus sinnvoll nachzufragen, wie es den Leuten im Unternehmen geht und welche Belastungen es gibt, die reduziert werden k\u00f6nnten. Grunds\u00e4tzlich sind die neuen F\u00fchrungsmodelle im Rahmen von New Work weniger aufgaben- und mehr menschenorientiert.<\/p>\n<h2>Eine neue Art der F\u00fchrung<\/h2>\n<p>Zu New Work geh\u00f6rt auch eine neue Art der F\u00fchrung: \u00abIn einer VUCA-Welt ist F\u00fchrung \u00fcber Kontext am zielf\u00fchrendsten. Den Mitarbeitenden wird aufgezeigt, was der Kontext ist und in welche Richtung man sich bewegen m\u00f6chte. Innerhalb dieses Rahmens sind sie frei\u00bb, sagt Josef. Wobei die F\u00fchrung \u00fcber Kontext noch einen Schritt weiter geht als F\u00fchrung \u00fcber Zielvereinbarung: Ziel k\u00f6nnen sich schnell \u00e4ndern und bleiben vielleicht nicht \u00fcber ein ganzes Jahr konstant, der Kontext hingegen schon. Durch F\u00fchrung \u00fcber Kontext erhalten die Mitarbeitenden die n\u00f6tige Flexibilit\u00e4t und bleiben trotzdem handlungsf\u00e4hig.<\/p>\n<p>Gem\u00e4ss Schumacher ver\u00e4ndert sich F\u00fchrung vor allem in der Hinsicht, dass sie nicht mehr nur an eine Person gekoppelt ist und Unternehmen sich je l\u00e4nger, desto mehr von hierarchischen Strukturen abwenden. \u00abDie F\u00fchrungsaufgaben werden im New Work Kontext st\u00e4rker in einzelne Pakete gefasst, die dann von mehreren Mitarbeitenden, anstelle einer F\u00fchrungsperson, verantwortet werden. Diese Entwicklung geht einher mit der generell gesteigerten Relevanz von Autonomie und Verantwortung\u00bb, sagt sie.<\/p>\n<h2>Durch Weiterbildung zu New Work<\/h2>\n<p>\u00abBildungsinstitute nehmen Trends auf und sind daher meist sehr fortschrittlich. Teilnehmende von Weiterbildungen k\u00f6nnen davon profitieren, indem sie sich inspirieren und begeistern lassen\u00bb, sagt Zbinden. Dies gilt auch in Bezug auf New Work. In Weiterbildungen, wie jene von Rochester-Bern Executive Programs, erfahren die Studierenden, was moderne Firmen im Bereich neue Arbeitsweisen tun und k\u00f6nnen sich mit den anderen Teilnehmenden austauschen. \u00abEin wichtiger Punkt von Weiterbildungen ist es, \u00c4ngste und Vorurteile abzubauen. Sie zeigen F\u00fchrungskr\u00e4ften, was funktioniert und geben ihnen das n\u00f6tige Vertrauen, um entsprechende Massnahmen umzusetzen\u00bb, so Zbinden.<\/p>\n<p>So sieht dies auch Josef: \u00abIch erlebe oft, dass F\u00fchrungskr\u00e4fte sich\u00a0 mit ihren Fragen alleine f\u00fchlen. Dies ist gef\u00e4hrlich, denn wenn F\u00fchrungskr\u00e4fte orientierungslos sind, k\u00f6nnen sie auch die Mitarbeitenden nicht leiten. Weiterbildungen k\u00f6nnen ihnen die n\u00f6tige Orientierung und frisches Wissen geben.\u00bb Grosse Ver\u00e4nderungen wie New Work verlangen einen Perspektivenwechsel und es ist schwierig, einen solchen im stillen K\u00e4mmerchen f\u00fcr sich alleine zu vollziehen. Unterst\u00fctzung von Aussen ist in dieser Hinsicht viel zielf\u00fchrender. \u00abIch glaube, dass jede Stunde, die in eine gute Weiterbildung investiert wird, ein Mehrfaches an Nutzen und Ertrag zur\u00fcckbringt\u00bb, so Josef.<\/p>\n<p>Sowohl bei New Work als auch bei Weiterbildungen geht es darum, dass Menschen sich konstant ver\u00e4ndern und weiterentwickeln. \u00abGerade beim Thema New Work ist eine Weiterbildung ein ideales Gef\u00e4ss, um Inputs aus der Wissenschaft und Praxis zu erhalten. Ein Gef\u00e4ss, das eine Reflexion schafft, die im Alltag vielleicht gar nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4re und somit zu neuen Gedankenimpulsen und Ideen f\u00fchrt\u00bb, sagt auch Schumacher.<\/p>\n<h2>Vom Trend zum neuen Normalzustand<\/h2>\n<p>Aktuell befinden wir uns, was New Work betrifft, noch in einem Experimentierzustand. Die Unternehmen sammeln Erfahrungen und probieren aus, was funktioniert und was nicht. \u00abIn 10 bis 20 Jahren, werden sich jene Dinge, die wir jetzt ausprobieren und die funktionieren, als das neue Normal etablieren\u00bb, sagt Schumacher. Durch den Fachkr\u00e4ftemangel werden Unternehmen zus\u00e4tzlich dazu gezwungen, sich innovativ und kreativ zu zeigen, wenn es darum geht, ein attraktives Arbeitsumfeld zu schaffen, um gute Mitarbeitende anzuziehen. Weiterbildungen helfen F\u00fchrungskr\u00e4ften den Mut zu finden, das Thema anzugehen, damit sie f\u00fcr die Anforderungen der neuen Arbeitswelt bereit sind.<\/p>\n<h4>\u00a0<\/h4>\n                            <\/div>\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t    <\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"New Work und der Fachkr\u00e4ftemangel h\u00e4ngen stark zusammen \u2013 der Ursprungsgedanke von New Work ist eine menschenzentrierte Arbeitswelt, in der die Mitarbeitenden ihre T\u00e4tigkeit motiviert ausf\u00fchren. Und genau in diese Richtung m\u00fcssen Unternehmen steuern, wenn sie weiterhin talentierte Arbeitskr\u00e4fte anziehen wollen. Rochester-Bern bietet mehrere Weiterbildungsprogramme an, die das Thema New Work aufnehmen und praxisnah vermitteln. 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