Der erfolgreiche Einsatz beginnt mit klaren Zielen: Wofür soll das Tool genutzt werden und welchen Mehrwert bringt es? Statt wahllos Anwendungen zu testen, gilt es, KI systematisch in Geschäftsmodelle und Prozesse einzubetten. «KI-Tools sollten wie eine grosse IT-Investition im strategischen und operativen Kontext des Unternehmens definiert und implementiert werden», so Marc K. Peter, Dozent des «CAS Digital Acceleration & AI» bei Rochester-Bern.
Trotz hoher Automatisierung bleibt der Mensch unverzichtbar. «Wie einst Schreibmaschine und Computer wird auch KI Teil unseres Alltags», sagt Peter. Interdisziplinäre Zusammenarbeit, Projektarbeit, Key Account Management sowie kundennahe und handwerkliche Tätigkeiten werden weiterhin gefragt sein – besonders in industrialisierten Gesellschaften.
Die Studie «The economic opportunity of AI in Switzerland» macht klar: KI kann Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz deutlich steigern – und bei umfassendem Einsatz sogar das BIP in den nächsten zehn Jahren spürbar erhöhen.
Doch der Weg dorthin ist anspruchsvoll. «Die grössten Herausforderungen auf Ebene Verwaltungsrat und Geschäftsleitung sind fehlendes Wissen und fehlende Zeit, sich mit der neuen Technologie intensiv auseinanderzusetzen», unterstreicht Peter. Es gehe nicht darum, einfach neue KI-Apps auszuprobieren, sondern Strategie- und Technologie-Roadmaps konsequent zu aktualisieren.
Der Schlüssel liegt in der Symbiose – einer Balance zwischen technologischer Innovation und menschlicher Authentizität.