Aus dem CAS «Digital Acceleration & AI» entstanden nicht nur neue Ideen, sondern auch eine konkrete Roadmap für die digitale Transformation unseres Unternehmens. Drei zentrale Erkenntnisse haben dabei den entscheidenden Unterschied gemacht.
Aus dem CAS «Digital Acceleration & AI» entstanden nicht nur neue Ideen, sondern auch eine konkrete Roadmap für die digitale Transformation unseres Unternehmens. Drei zentrale Erkenntnisse haben dabei den entscheidenden Unterschied gemacht.
Zu Beginn unseres KI-Projekts standen vor allem technologische Fragestellungen im Vordergrund: Welche KI-Tools sind für uns sinnvoll? Wie können Prozesse mit KI weiter automatisiert werden? Welche KI-Use-Cases bieten den grössten Nutzen?
Im Verlauf des CAS Digital Acceleration und AI wurde für mich jedoch immer klarer, dass die eigentliche Herausforderung nicht in der Technologie liegt. Entscheidend ist die Fähigkeit einer Organisation, Veränderungen anzunehmen und aktiv mitzugestalten. Digitale Transformation bedeutet mehr als die Digitalisierung von Prozessen. Es geht um eine ganzheitliche Weiterentwicklung der Organisation, Kultur, Kompetenzen und Arbeitsweisen.
Diese Erkenntnis hat auch unser internes Projekt bei RONDO geprägt. Statt ausschliesslich über Tools und Technologien zu sprechen, entwickelten wir eine umfassende KI-Strategie mit klaren Zielbildern, Leitplanken und organisatorischen Massnahmen. Der Mensch soll bei der Anwendung von KI stets im Mittelpunkt, sprich in der Verantwortung, bleiben.
Eine weitere wichtige Erkenntnis aus dem CAS war, dass erfolgreiche KI-Anwendungen weit mehr benötigen als gute Ideen. Datenqualität, Governance, Befähigung, Prozesse und technologische Grundlagen sind entscheidende Voraussetzungen.
Im Rahmen unseres Projekts haben wir deshalb zuerst analysiert, wo wir als Organisation stehen und welche Voraussetzungen für eine erfolgreiche KI-Einführung geschaffen werden müssen. Daraus entstanden sechs Handlungsfelder der digitalen Transformation – von Datenmanagement über Governance bis hin zu «Digital Skills & Culture». Die Analyse zeigte deutlich, dass in allen Bereichen Handlungsbedarf besteht.
Statt sofort einzelne KI-Projekte umzusetzen, wurden zuerst strategische Ziele, Massnahmen und Verantwortlichkeiten definiert. Dies führte schliesslich zur Entwicklung einer konkreten Roadmap für die digitale Transformation unseres Unternehmens.
Der wohl wichtigste Praxistipp aus dem CAS lautet: Nicht mit Perfektion starten, sondern mit sichtbaren, kleinen Schritten.
Anstatt sofort komplexe KI-Lösungen umzusetzen, haben wir bewusst auf pragmatische Anwendungsfälle als KI-Piloten gesetzt. Gleichzeitig haben wir uns für Microsoft Copilot als Standardlösung für generative KI entschieden, weil uns die Integration in die bestehende Arbeitsumgebung, die Datensicherheit und die einfache Einführung überzeugten.
Parallel dazu bauen wir Schulungsprogramme (AI Adoption; Digital Leadership), ein AI-Community-Format und Governance-Massnahmen auf. Ziel ist nicht nur die Einführung neuer Technologien, sondern die langfristige Verankerung neuer Arbeitsweisen. Mitarbeitende und Führungskräfte sollen die Möglichkeiten von KI bezogen auf ihre Tätigkeit verstehen, Ideen ausprobieren und damit KI aktiv nutzen können.
Nur wenn Mitarbeitende einschätzen können, bei welchen alltäglichen Aufgaben ihnen KI einen Mehrwert bieten kann, profitiert auch das Unternehmen. Vor 12 Monaten wäre ich selbst nicht auf die Idee gekommen, mich für diesen Blog-Beitrag von einer KI (auf Basis meines Praxiskonzepts) inspirieren zu lassen. Der CAS bei RoBehat bei mir das Bewusstsein für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von KI geschärft.
Diese Kombination aus Technologieverständnis, Befähigung und Kultur adressieren wir zukünftig gezielt mit einer neuen strategischen Initiative «Digital Transformation».
Der CAS «Digital Acceleration & AI» hat mir nicht nur fundiertes Wissen über künstliche Intelligenz vermittelt. Er hat mir vor allem gezeigt, wie digitale Transformation in der Praxis gestaltet werden kann.
Besonders wertvoll war die Verbindung von Strategie, Technologie und organisatorischem Wandel. Die im Studium erhaltenen Impulse konnte ich unmittelbar in unser strategisches Projekt einfliessen lassen und führten bei RONDO zu einer konkreten Roadmap, einer geschärften KI-Richtlinie, ersten KI-Anwendungsfällen sowie einem umfassenden Befähigungsprogramm für Mitarbeitende und Führungskräfte.
Meine wichtigste Erkenntnis lautet deshalb: Der nachhaltige Nutzen von KI entsteht nicht durch die Technologie allein. Er entsteht dann, wenn Unternehmen bereit sind, Menschen, Prozesse und Organisation gemeinsam weiterzuentwickeln. Genau dafür hat mir ders CAS bei Rochester-Bern das notwendige Rüstzeug vermittelt.
Die RONDO Gruppe ist ein international tätiger Schweizer Hersteller von Maschinen und Produktionslösungen für die professionelle Teigverarbeitung in Bäckereien und der Lebensmittelindustrie.