Companionship beschreibt emotionale Nähe, die auf Gegenseitigkeit, Präsenz und Zugehörigkeit basiert – bislang eine zutiefst menschliche Erfahrung. Doch KI-Systeme wie ChatGPT sind inzwischen als scheinbare Gesprächspartner fest in unseren Alltag integriert.
Wir sprechen mit ihnen über Sorgen, Interessen oder gar Liebe und Politik. Das Modell kalkuliert lediglich Wortwahrscheinlichkeiten – und trotzdem fühlen wir uns verstanden. Dem LLM (Large Language Model wie z.B. ChatGpt) ist die Diskussion eigentlich nicht mal egal! Es berechnet ja nur die Wahrscheinlichkeit des nächsten Wortes. Und trotzdem fühlen wir uns gut, weil wir ein suggeriertes, kompetentes Gegenüber haben.
Noch vor wenigen Jahren unvorstellbar und unlogisch: Weshalb würden wir denn heute mit einer Maschine über lebensrelevante oder auch nur alltägliche Entscheidungen diskutieren wollen?
Ja, es ist sehr praktisch, quasi einen willigen Denk-Diener jederzeit und vermeintlich gratis zur Verfügung zu haben. Ein paar Stichworte genügen, und schon steht ein professionell wirkender Text. Perfekt – was ist das Problem?
Wir sind uns nicht bewusst, dass wir mit jeder Gen AI-Unterstützung ein Stück eigene Kompetenz abgeben und somit auch unser Selbstbewusstsein untergraben. Wer kennt das nicht: Mit DeepL & Co traut sich kaum jemand mehr auch nur ein simples SMS in einer fremden Sprache zu schreiben, ohne es noch kurz dem KI-Übersetzungsdienst zu füttern. Mit dem Resultat, dass die eigene Sprachkompetenz abnimmt. Studien belegen das bereits: https://arxiv.org/abs/2506.08872
Mit SAMBA ist nicht der physische Tanz aus Brasilien gemeint, sondern ein strukturierter Denkprozess für herausfordernde Entscheidungen. Es ist ein Akkronym für fünf grundlegende Schritte, welche zu ethisch fundiertem Handeln leiten: Situation verstehen, Akteure klären, Moralische Werte erkennen, Bewerten, Aktion begründen SAMBA hilft, Verantwortung zu übernehmen, Perspektiven einzubeziehen und Entscheidungen nachvollziehbar zu machen.
Es geht um Kongruenz und die Pflicht der Freiheit den Worten Taten folgen lassen.
Es geht auch immer wieder um Menschenwürde & Freiheit. Das tönt gut – wenn man in die Details geht, werden die Dimensionen aber kompliziert.
Nein! KI hat enormes Potenzial. Aber wir müssen bewusst mit ihr umgehen – global, verantwortungsvoll und differenziert.
Meine fünf wichtigsten Erkenntnisse aus dem Seminar: