Wandel als Konstante: Globale Trends und Unsicherheiten prägen die Wirtschaft. Zukunftsfähig bleibt, wer Risiken und Chancen frühzeitig erkennt, Szenarien entwickelt und Strategien vorausschauend ausrichtet. Die Weiterbildung vermittelt Wissen und Werkzeuge für evidenzbasierte Entwicklungsprognosen, professionellen Umgang mit globalen Transformationstreibern sowie gezielten Aufbau von Krisenstärke und Erneuerungskompetenz.
Die Weiterbildung vermittelt ein integriertes Verständnis von Business Resilience, Krisenbereitschaft und strategischer Erneuerung. Der Fokus liegt auf strategischer Krisenbereitschaft, Resilienz und Leadership im Spannungsfeld geopolitischer, technologischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Veränderungen. Die Teilnehmenden lernen, Unsicherheiten systematisch zu analysieren, Risiken frühzeitig zu erkennen und daraus strategische Chancen und Handlungsoptionen für ihre Organisation abzuleiten. Sie werden befähigt, resiliente Strukturen und eine anpassungsfähige Führungs- und Organisationskultur aufzubauen, um Transformationen proaktiv zu gestalten und langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Die Teilnehmenden
Programmänderungen und Umstellungen bleiben vorbehalten.
Nach jedem der drei Module reichen die Teilnehmenden eine praxisorientierte Wissenstransferaufgabe ein. In ihrer Gesamtheit bilden diese Aufgaben ein integriertes, umsetzbares Resilienz- und Krisenbereitschaftskonzept für die eigene Organisation.
Ziel des Studiengangs ist es, Führungskräfte und Entscheidungsträger/-innen zu befähigen, ihre Organisationen in einer Welt multipler, sich überlagernder Krisen und globaler Transformationen strategisch, operativ und kulturell handlungsfähig zu machen. Der Fokus liegt auf strategischer Krisenbereitschaft, Resilienz und Leadership im Spannungsfeld geopolitischer, technologischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Veränderungen.
Die Zusammensetzung der Klasse ist von grosser Bedeutung, da die Teilnehmenden auch untereinander von Best Practices aus unterschiedlichsten Branchen und Perspektiven profitieren. Der Studiengang richtet sich an die folgende Zielgruppe:
Die regulären Programmkosten belaufen sich auf CHF 12 900. Folgende Leistungen sind im Kostenpaket inbegriffen: Programmteilnahme, digitale Unterrichtsmaterialien, Kaffeepausen, Prüfungsgebühren sowie das Zertifikat der Universität Bern. Die Kursunterlagen werden digital zur Verfügung gestellt, die Teilnehmer/-innen nutzen ihren privaten Laptop (oder ihr Tablet) im Unterricht.
Bei Interesse können auch Einzelmodule gebucht werden. Die Programmleitung bespricht gerne Details diesbezüglich mit potentiellen Teilnehmenden.
Es besteht die Möglichkeit diesen Studiengang modular mit weiteren Programmen von Rochester-Bern zu kombinieren. Auf diese Weise kann beispielsweise mit einem weiteren CAS-Studiengang und/oder Einzelmodulen (sowie einer Abschlussarbeit) ein «DAS (Diploma of Advanced Studies) in General Management» erworben werden oder beispielsweise mit zwei weiteren CAS-Studiengängen und Einzelmodulen (sowie einer Abschlussarbeit) ein «MAS (Master of Advanced Studies) in General Management». Die Programmleitung bespricht gerne Details diesbezüglich mit potenziellen Teilnehmenden.
Senden Sie uns das ausgefüllte Anmeldeformular per E-Mail an: recruiting@rochester-bern.ch.
In einem persönlichen Gespräch wird überprüft, ob Ihre Qualifikationen und Ihre spezifischen Bedürfnisse mit dem Programmangebot übereinstimmen.
Der Aufnahmeentscheid erfolgt nach dem Aufnahmegespräch.
Nach dem Kick-off sind die Inhalte in drei Module à zweimal zwei Tage gegliedert.
Das Eröffnungsmodul legt das konzeptionelle und mentale Fundament des Studiengangs. Die Teilnehmenden entwickeln ein vertieftes Verständnis dafür, warum Organisationen heute mit einer neuen Qualität von Unsicherheit, Komplexität und Krisen konfrontiert sind – und weshalb klassische Planungs-, Risiko- und Steuerungslogiken zunehmend an ihre Grenzen stossen. Im Zentrum steht der Aufbau einer vorausschauenden, systemischen Denkweise als Voraussetzung für strategische Krisenbereitschaft. So verbindet das Modul strategische Analyse mit konkreter Anwendung auf reale Entscheidungs- und Führungssituationen der Teilnehmenden. Ziel ist es, Unsicherheit nicht abstrakt zu diskutieren, sondern anhand eigener organisationaler Herausforderungen systematisch zu durchdringen.
Modul 1a: Globaler Umbruch & Transformationstreiber
Der erste Teil widmet sich der grundlegenden Frage, wie Krisen entstehen, eskalieren und wirken – und warum sie sich fundamental von klassischen Managementproblemen unterscheiden. Die Teilnehmenden setzen sich mit den globalen Transformationstreibern und unterschiedlichen Krisentypen auseinander, darunter geopolitische, technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Krisen sowie sogenannte transboundary crises, die sich über Organisations-, Branchen- und Ländergrenzen hinweg entfalten. Die Teilnehmenden arbeiten mit konkreten Fallbeispielen aus ihren Organisationen oder Branchen, um zu verstehen, wie Krisen entstehen, eskalieren und sich verselbständigen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Rolle von Wahrnehmung, Verhalten und Entscheidungslogiken in Krisensituationen. Anhand des Cynefin-Frameworks lernen die Teilnehmenden, zwischen einfachen, komplizierten, komplexen und chaotischen Kontexten zu unterscheiden und ihre Führungs- und Entscheidungsansätze entsprechend anzupassen.
Ergänzend dazu werden typische kognitive Verzerrungen und Führungsfallen thematisiert, die in Krisen zu Fehleinschätzungen, Überreaktionen oder Entscheidungsblockaden führen können.
Ein zentraler Bestandteil des Moduls ist die systemische Analyse realer Krisen- und Risikosituationen. Die Teilnehmenden erarbeiten Wechselwirkungen zwischen Strategie, Struktur, Kultur, Kommunikation und externen Anspruchsgruppen und lernen, nicht nur Symptome, sondern zugrunde liegende Dynamiken und Hebelpunkte zu identifizieren. Dadurch entsteht ein vertieftes Verständnis dafür, warum lineare Lösungen in komplexen Krisen häufig scheitern. Wiederum werden die Erkenntnisse direkt auf die eigene Organisation übertragen.
Themenschwerpunkte:
Modul 1b: Forecasting & Zukunftsfähigkeit
Der zweite Teil richtet den Blick konsequent nach vorne. Im Fokus steht die Frage, wie Führungskräfte unter hoher Unsicherheit dennoch strategische Orientierung schaffen können. Die Teilnehmenden lernen den Unterschied zwischen klassischem Forecasting und strategischer Vorausschau (Strategic Foresight) kennen und setzen sich mit Methoden auseinander, um eigene, organisationsspezifische Zukunftsbilder zu entwickeln, die auf die relevanten globalen Transformationstreiber basieren.
Im Rahmen praxisnaher Szenarioarbeit entwickeln die Teilnehmenden plausible Zukunftsbilder unter Berücksichtigung globaler Transformationstreiber. Dabei geht es um das Erkennen strategischer Handlungsoptionen, aber auch mögliche Spannungen und Kipppunkte. Purpose und strategische Ambition werden als zentrale Filter für Priorisierung und Ausrichtung genutzt,
Abschliessend wird Zukunftsfähigkeit als Führungs- und Organisationskompetenz reflektiert. Die Teilnehmenden setzen sich mit Ambidexterity, strategischer Erneuerung und der produktiven Nutzung von Zufall (Serendipity) auseinander und entwickeln erste strategische Optionen für ihre eigene Organisation.
Themenschwerpunkte:
Lernziele
Nach Abschluss von Modul 1 sind die Teilnehmenden in der Lage,
Das zweite Modul übersetzt Antizipation und Zukunftsdenken in konkrete strategische, strukturelle und operative Ausgestaltung. Die Teilnehmenden lernen, wie Business Resilience systematisch in Strategie, Governance und Managementprozesse integriert werden kann, um unter Druck handlungsfähig zu bleiben. Das Modul ist konsequent auf Umsetzung, Entscheidungsfähigkeit und organisatorische Verankerung ausgerichtet. Die Teilnehmenden entwickeln greifbare Instrumente, Strukturen und Entscheidungsroutinen, die im eigenen Führungsalltag direkt einsetzbar sind.
Modul 2a: Organisationale Resilienz & strategische Handlungsfähigkeit
Dieses Modul widmet sich der Frage, was Organisationen tatsächlich resilient macht – jenseits von Schlagworten und isolierten Massnahmen. Resilienz wird dabei als mehrdimensionale Eigenschaft verstanden, die strategische, operative, kulturelle und relationale Aspekte umfasst. Hochzuverlässigkeitsorganisationen (High Reliability Organizations) zeigen, wie sich Resilienz selbst unter hoher Unsicherheit und geringer Fehlertoleranz erfolgreich verwirklichen lässt.
Die Teilnehmenden setzen sich mit zentralen Erfolgsfaktoren organisationaler Resilienz auseinander und reflektieren kritisch den Unterschied zwischen Robustheit, Agilität und Resilienz. Aufbauend darauf lernen sie verschiedene Ansätze zur Messung und Bewertung der eigenen Resilienz kennen, darunter qualitative Reifegradmodelle, Frühwarnindikatoren und strategische Steuerungsgrössen.
In praxisorientierten Übungen analysieren die Teilnehmenden die Resilienz ihrer eigenen Organisation entlang zentraler Dimensionen und leiten konkrete Handlungsfelder ab. Globale Transformationstreiber fungieren hier als Stressoren für Organisation und Systeme. Ziel ist es, Resilienz nicht nur zu diagnostizieren, sondern als steuerbare strategische Fähigkeit zu begreifen und gezielt weiterzuentwickeln.
Ein zentraler Praxisoutput des Moduls ist ein resilienzbezogenes Executive-Dashboard, das zeigt, wie Resilienz in bestehende Strategie- und Governanceprozesse integriert und regelmässig reflektiert werden kann. Die Teilnehmenden verlassen das Modul mit klar priorisierten Handlungsfeldern für ihre Organisation.
Themenschwerpunkte:
Modul 2b: Krisenmanagement und Krisenkommunikation
Dieses Modul fokussiert auf die operative und kommunikative Handlungsfähigkeit im Krisenfall. Die Teilnehmenden lernen, wie ein wirksames Krisenmanagementsystem aufgebaut ist, welche Rollen, Entscheidungsrechte und Eskalationsmechanismen erforderlich sind und wie Strategie und operatives Handwerk ineinandergreifen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Krisenkommunikation. Die Teilnehmenden setzen sich mit internen und externen Stakeholder-Logiken auseinander, lernen den Umgang mit medialem Druck und üben, auch unter Zeit- und Unsicherheitsdruck konsistente, glaubwürdige Botschaften zu formulieren.
Im Zentrum des Moduls steht die Ausarbeitung eines praxisnahen Krisenmanagement- und Krisenkommunikationsplans, der auf die jeweilige Organisation zugeschnitten ist. Dieser Plan dient nicht als statisches Dokument, sondern als lebendiges Führungsinstrument, das Entscheidungsfähigkeit, Koordination und Vertrauen im Ernstfall unterstützt.
Themenschwerpunkte:
Lernziele
Nach Abschluss von Modul 2 sind die Teilnehmenden in der Lage,
Modul 3 adressiert die oft unterschätzte, aber entscheidende Dimension von Krisenbereitschaft und Resilienz: Führung, Mindset und Organisationskultur. Die Teilnehmenden reflektieren ihre eigene Rolle als Führungspersönlichkeiten und lernen, wie Resilienz langfristig im Alltag verankert wird. Dabei dienen die Transformationstreiber als permanenter Kontext für die Führungsarbeit verstanden.
Modul 3 konzentriert sich auf die persönliche und kulturelle Umsetzung von Krisenbereitschaft. Der Schwerpunkt liegt auf konkreten Führungsroutinen, Verhaltensmustern und kulturellen Hebeln, Organisationen dauerhaft transformationsfähig machen.
Modul 3a: Resiliente Führung & Wandelkompetenz
Dieses Modul rückt die menschliche und kulturelle Seite von Krisen in den Mittelpunkt. Die Teilnehmenden setzen sich mit den psychologischen Effekten von Unsicherheit, Druck und Kontrollverlust auseinander und reflektieren ihr eigenes Entscheidungs- und Führungsverhalten in herausfordernden Situationen.
Zentrale Themen sind psychologische Sicherheit, Fehlerkultur und der konstruktive Umgang mit Emotionen in Krisen. Darauf aufbauend wird diskutiert, wie eine resiliente Organisationskultur gestaltet werden kann, die Lernen, Eigenverantwortung und Anpassungsfähigkeit fördert.
Purpose wird dabei als kultureller Anker verstanden, der Orientierung stiftet und kollektives Handeln ermöglicht.
In praxisnahen Übungen entwickeln die Teilnehmenden konkrete kulturelle und organisatorische Routinen, mit denen Resilienz im Alltag sichtbar und wirksam wird.
Themenschwerpunkte:
Modul 3b: Mindset-Change & Resilienz-Kultur
Das abschliessende Modul dient der Integration aller Inhalte des CAS. Im Fokus stehen zentrale Leadership-Skills in der neuen unsicheren Multikrisenlage: Präsenz, Klarheit, Entscheidungsstärke, Purpose Orientierung, Kommunikation und Vertrauensaufbau unter Unsicherheit.
In simulationsbasierten Übungen erleben die Teilnehmenden kritische Entscheidungssituationen und reflektieren ihre Wirkung als Führungskräfte. Abschliessend werden die strategischen, operativen und kulturellen Elemente der Krisenbereitschaft zusammengeführt und in eine individuelle und organisationale Roadmap überführt. Das Modul schliesst mit der gezielten Reflexion darüber, wie Führungskräfte ihre Organisationen nicht nur krisenfest, sondern auch langfristig zukunftsfähig und lernfähig gestalten können.
Themenschwerpunkte:
Lernziele
Nach Abschluss von Modul 3 sind die Teilnehmenden in der Lage,
Haben Sie Fragen zum Programm? Unser Team beantwortet sie gerne.